Krieg und Frieden

     

Der letzte Soldat

Einsam und allein, so lag er da
der letzte Soldat, als kein Krieg mehr war.
Sie schaufelten tief und taten es schnell,
die Sonne brannte so leuchtend und hell

Niemand zum Feind mehr
kein Land zum Besiegen
und er war kein Held mehr
er ließ sich betrügen.

Einsam so lag er am Grabesrand,
und niemand der tröstende Worte erfand.
Krüppel und Kinder lachten ihn aus,
Frauen tanzten im Freudenrausch.

Kein Feind weit und breit,
das Land schwarz verbrannt,
von Tränen durchtränkt,
vom Blut überrannt.

Sie schaufelten tief, ihr Spott klang so hell ,
der letzte Krieger- er starb nicht schnell.
Am Grabesrand haucht er zum letzten Mal-
und endlich war Frieden nach langer Qual!

Qual für Frauen, Krüppel und Kinder
zur Freude aller Kriegsbeginner.
Für  die Wirtschaft sogar ein riesiges Wunder,
für Waisen und Witwen nur Feuer und Zunder.

Von oben schaut der Soldat nun die Welt,
die endlich den Frieden in Ehren hält.
Kinder und Krüppel sie mögen nicht morden,
Witwen rotten sich nicht zu Horden.

Bestellen das Land gemeinsam zum Hohn
einer einst so kriegerischen Nation.
Sie lachen über die toten Soldaten,
-es wachsen auf Gräbern die besten Tomaten!

denise-a. langner-urso